Google gibt Plan zur Abschaffung von Drittanbieter-Cookies in Chrome auf
Google gibt Plan zur Abschaffung von Drittanbieter-Cookies in Chrome auf
TL;DR — Kurzantwort
1 Min. LesezeitGoogle hat die Cookie-Abschaffung abgesagt, nachdem sowohl FLoC als auch die Topics API gescheitert waren. Chrome bleibt der einzige grosse Browser, der Drittanbieter-Cookies akzeptiert, waehrend 96 % der iOS-Nutzer sich dagegen entschieden, als Apple ihnen die Wahl gab.
Google hat seinen lange verzoegerten Plan zur Abschaffung von Drittanbieter-Cookies in Chrome offiziell aufgegeben. Nach Jahren verschobener Fristen und gescheiterter Alternativen werden Drittanbieter-Cookies auf unbestimmte Zeit im Browser verbleiben.
Die Zeitleiste der Verzoegerungen
Die Zeitleiste fuer die Cookie-Abschaffung verschob sich wiederholt: urspruenglich fuer 2022 geplant, wurde sie auf 2023, dann 2024, dann 2025 verschoben und schliesslich ganz abgesagt. Chrome bleibt der einzige grosse Browser, der Drittanbieter-Cookies standardmaessig akzeptiert, und mit rund 65 % Marktanteil hat diese Entscheidung erhebliche Auswirkungen auf den Web-Datenschutz.
Warum die Privacy Sandbox scheiterte
Googles vorgeschlagene Alternativen -- zuerst Federated Learning of Cohorts (FLoC), dann die Topics API -- fanden beide keine Akzeptanz in der Branche. FLoC stiess auf Widerstand von Datenschuetzern, Regulierungsbehoerden und anderen Beteiligten. Die Topics API wurde von Mozilla, dem britischen Information Commissioner's Office und der britischen Competition and Markets Authority wegen Datenschutzluecken kritisiert.
Der Kontrast zu Apple
Als Apple 2020 App Tracking Transparency einfuehrte und Nutzern einen einfachen Opt-out-Mechanismus gab, entschieden sich 96 % der US-Nutzer dafuer, das Tracking zu blockieren. Diese Statistik verdeutlicht die Kluft zwischen dem, was Nutzer wollen, und dem, was das Werbe-Oekosystem liefert.
Das groessere Bild
Google verweist nun vage auf "ein neues Erlebnis in Chrome" fuer informierte Cookie-Entscheidungen, aber Details bleiben spaerlich. Inzwischen stehen Metas Zahl-oder-Einwilligen-Modell und Cookie-Walls unter zunehmender regulatorischer Pruefung. Die vorgeschlagene ePrivacy-Verordnung zielt darauf ab, die aktuelle ePrivacy-Richtlinie durch staerkere Schutzmassnahmen zu ersetzen, und US-Bundesgesetze zum Datenschutz entwickeln sich weiter.
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