Bemerkenswerte DSGVO-Bußgelder: Die größten, wirkungsvollsten und vermeidbarsten Strafen
Bemerkenswerte DSGVO-Bußgelder: Die größten, wirkungsvollsten und vermeidbarsten Strafen
TL;DR — Kurzantwort
1 Min. LesezeitVon Metas Rekordstrafe von 1,2 Milliarden Euro bis zu Ubers vollständig vermeidbarem Bußgeld von 290 Millionen Euro zeigen DSGVO-Durchsetzungsmaßnahmen, dass die Kosten der Nichteinhaltung die Kosten für eine korrekte Umsetzung bei weitem übersteigen.
Bemerkenswerte DSGVO-Bußgelder: Die größten, wirkungsvollsten und vermeidbarsten Strafen
Eine Auswahl von DSGVO-Durchsetzungsmaßnahmen, die durch ihren Umfang, ihre Bedeutung oder die Lehren, die sie über Datenschutz-Compliance vermitteln, herausstechen.
Die größten Bußgelder
Meta erhielt 2023 eine Rekordstrafe von 1,2 Milliarden Euro für Verstöße bei der Datenübertragung nach dem Schrems-II-Urteil. Amazon wurde 2021 mit einer Geldstrafe von 746 Millionen Euro für Verstöße im Zusammenhang mit gezielter Werbung belegt.
Das wirkungsvollste Bußgeld
Zwei Bußgelder gegen Meta aus dem Jahr 2023 in Höhe von insgesamt 390 Millionen Euro betrafen die Art und Weise, wie das Unternehmen die Erhebung und Analyse personenbezogener Daten für personalisierte Werbung auf seinen Social-Media-Plattformen begründete. Diese Entscheidungen stellten klar, auf welche Rechtsgrundlagen sich große Plattformen bei der Werbezielgruppen-Ausrichtung stützen können.
Das enttäuschendste Bußgeld
Dieselben Bußgelder von 390 Millionen Euro wurden vielfach als unzureichend angesichts des Ausmaßes der Verstöße kritisiert. Die ermittelnde Behörde versäumte es, Vorwürfe zur Erhebung sensibler Daten zu prüfen, und zwischen der ersten Beschwerde und der endgültigen Entscheidung ereigneten sich elf schwerwiegende Datenschutzverletzungen.
Das vermeidbarste Bußgeld
Uber erhielt ein Bußgeld von 290 Millionen Euro für Verstöße bei der Datenübertragung, die durch die Implementierung von Standardvertragsklauseln vollständig hätten vermieden werden können – eine Standardpraxis, die die meisten anderen Unternehmen in vergleichbarer Lage bereits umgesetzt hatten.
Die aufkommende Bedrohung
Clearview AI hat Bußgelder in Höhe von insgesamt 110 Millionen Euro von italienischen, griechischen und niederländischen Behörden für großangelegtes, nicht konsentiertes Web-Scraping angesammelt. Dieser Präzedenzfall hat erhebliche Auswirkungen darauf, wie Technologieunternehmen Trainingsdaten für Systeme der künstlichen Intelligenz erheben. Europäische Datenschutzaufsichtsbehörden haben einen strengen Ansatz bei der Erhebung von KI-Trainingsdaten signalisiert.
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